Bürger helfen Bürgern

- Initiativen der Stadträte der AfD-Fraktion
Dr. Raphael Benner, Franziska Gminder MdB,
Dirk Schwientek, Michael Seher
und Alfred Dagenbach

abgesandt  am 
25.7.2020

Ihr Anliegen mitteilen

An den Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn

 

* 20.072 Nitratbelastung


Sehr geehrter  Herr Oberbürgermeister,

das Grundwasser in  Heilbronn, insbesondere im nicht landwirtschaftlich genutzte urbanen Bereich, soll überdurchschnittlich häufig mit Stickstoff-Verbindungen belastet sein.

 

Dazu wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:


1. Welche Stellungnahme gibt die Stadtverwaltung dazu ab;

2.1 an welchen Punkten wurde wann letztmals und zuvor gemessen;

2.2 welche Stickstoffverbindungen wurden dabei jeweils ermittelt;

2.3 wie hoch waren dabei die festgestellten Werte jeweils,

2.4 was wird jeweils als Ursache für die gemessenen Werte festgestellt bzw. vermutet (z.B. Düngereintrag, Kanalschäden, Abortgruben usw.);

2.5 welche Grenzwerte gelten an den Meßpunkten jeweils;

3. gibt es aktuelle Hinweise und Werte im Internet und auf welchen Seiten dazu;

4.welche Maßnahmen werden zur Einhaltung ggf. überschrittener Grenzwerte jeweils veranlaßt?

 

Im Rahmen einer nachhaltigen und sparsamen Haushaltsführung und einer umweltfreundlichen Reduzierung des Papierverbrauchs bitten wir um Abhilfe, Stellungnahme und Rückantwort per zeit- und kostensparenden einfachem eMail. 

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Alfred Dagenbach
Stadtrat - AfD-Fraktion
dagenbach@t-online.de

Tel.: 07131-920500

 

Unterzeichner:
Dr. Raphael Benner | Franziska Gminder MdB | Dirk Schwientek | Michael Seher | Alfred Dagenbach

Antworten der Verwaltung

Eingang am 19.8.2020

Eingang nach  24 Tagen

Antwort mußte gescannt werden, weil nicht zeit- und kostenbelastend nicht mit per erbetenen einfachemeMail geantwortet wurde. Es kann daher auch fehlerbehaftet sein    könnte besser sein

<*>  bezüglich Ihrer Anfrage zum Thema Nitratbelastung im urbanen Bereich können wir Ihnen folgendes mitteilen:

Die im urbanen Bereich gemessenen Nitratwerte sind nach unserer Kenntnis auf die
landwirtschaftlichejweinbauliche Nutzung der um den urbanen Bereich liegenden Flächen
zurückzuführen. Nitratbelastungen durch andere Quellen, insbesondere durch Abwassersammler,
können durch die Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb des Abwassersystems
weitestgehend ausgeschlossen werden.

Zu 2.1: An welchen Punkten wurde wann zuletzt und zuvor gemessen?

Aus der beigefügten Karte 1 können Sie Brunnen und Pegel entnehmen, an denen bisher
Wasserproben auf Nitrat untersucht worden sind. Die Darstellung der Karte beinhaltet die geltenden
datenschutzrechtlichen Bestimmungen, wonach ohne Zustimmung des Brunnenbetreibers eine
Weitergabe der Daten an Dritte nicht erfolgen darf.

Für die Jahre 2019 bis 2020 liegen uns rund 50 Messergebnisse vor. In Karte 2 sehen Sie die räumliche Verteilung der Messorte und die flächenhafte Bewertung für das gesamte Stadtgebiet.

Zu 2.2: Welche Stickstoffverbindungen wurden dabei jeweils ermittelt?

Es wurden lediglich die Nitratgehalte ermittelt.

Andere Stickstoffverbindungen wie Ammonium und Metaboliten wurden nur vereinzelt im Zuge der
Altlastenbearbeitung analysiert.

Zu 2.3: Wie hoch waren die dabei festgestellten Werte jeweils?
Die aktuellen einzelnen Nitrat-Werte sind in den Karten genannt.

Zu 2.4: Was wird jeweils als Ursache für die gemessenen Werte festgestellt bzw. vermutet (z.B.

Düngereintrag, Kanalschäden, Abortgruben usw.)?

Die teilweise erhöhten Nitratwerte an einzelnen Brunnen sind jeweils hydrogeologisch auf das
landwirtschaftlich genutzte Einzugsgebiet zurückführbar.

Für einen Eintrag von Nitrat durch andere Quellen, insbesondere Abwassersammler, liegen uns
derzeit keine Anhaltspunkte vor.

Zu 2.5: Welche Grenzwerte gelten an den Messpunkten jeweils?

In der Trinkwasserverordnung wird für die Verwendung als öffentliches Trinkwasser ein Grenzwert
für Nitrat von 50 mg/l festgesetzt.

Für anderweitige Nutzungen gibt es derzeit keinen Nitratgrenzwert.

Zu 3: Gibt es aktuelle Hinweis und Werte im Internet und auf welchen Seiten dazu?

Wir empfehlen Ihnen die Internetseite der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz
Baden-Württemberg (LUBW).

Über den Link

http://jdkgw.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/200/

können Sie alle bei der LUBW vorhandenen Daten über Qualitätsuntersuchungen von Grundwasser­
messstellen des Landesmessnetzes Baden-Württemberg einsehen. Darunter sind auch Messstellen
aus dem Stadtgebiet von Heilbronn.

Zu 4: Welche Maßnahmen werden zur Einhaltung ggf. überschrittener Grenzwerte jeweils
veranlasst?

Wie zu 2.5 aufgeführt gibt es lediglich für die Abgabe von Trinkwasser einen festgelegten Grenzwert.
Der Wert darf durch die Beimischung von weniger belastetem Wasser zur Einhaltung des Grenzwertes von 50 mg/l Trinkwasser reduziert werden.

Freundliche Grüße
Im Auftrag

Christian Netzlaff

Planungs- und Baurechtsamt


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