Bürger helfen Bürgern

- Initiativen von den PRO-Stadt- und Bezirksbeiräten

Alfred Dagenbach, Ursula Dagenbach-Auchter und Heinz Schulz

abgesandt  am  7.8.2018

   Ihr Anliegen mitteilen

An die Stadtverwaltung Heilbronn

 

* 18.055 Dreistigkeit

Sehr geehrte Damen und Herren,


Mieter der Stadtsiedlung beklagen sich über ein wiederholt dreistes Auftreten von Werbern einer von der Stadtsiedlung empfohlenen Telefongesellschaft.

Dabei soll bereits vor Wochen auch versucht worden sein, Kinder zum Aufmachen der Türen zu veranlassen, obwohl sie allein zu Hause waren.

Wörtlich heißt es, sie "... Klingeln bis jemand die Haustür aufmacht, es sind sehr aufdringliche Mitarbeiter, die so lange an der Wohnungstür klopfen, daß es im ganzen Treppenhaus schallt ...", er "... forderte meinen Sohn auf,  ihn herein zulassen, er müsse unbedingt die Anschlüsse überprüfen, was natürlich gelogen ist, weil ich das selbst schon einmal miterlebt habe. ..."

Damals habe die eingeschaltete Polizei empfohlen,  die Mitmieter zu sensibilisieren und den Zugang für solche Personen zu verweigern.

Besonders traurig sei, daß "die Stadtsiedlung HN auch noch für diese Gesellschaft werbe".

Im Übrigen werde ein solches Verhalten, das wohl kein Einzelfall sei, auch auf entsprechenden Internetseiten beschrieben.

In einem Schreiben heißt es dazu:

"... Die Modernisierungsarbeiten sind nun abgeschlossen und es besteht die Möglichkeit neben dem
digitalen TV-Programmangebot von rund 90 Sendern folgende weitere Leistungen ... kostenpflichtig hinzu zu buchen. ..."

 

Wir fragen dazu:

1. Wie gestalten sich die Geschäftsbeziehungen der stadteigenen Stadtsiedlung Heilbronn GmbH zu dem so beworbenen Unternehmen;

2. hat das beworbene Unternehmen Leistungen in diesem Zusammenhang an die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH Leistungen gewährt und wenn ja, welche;

3. werden für Abschlüsse durch Mieter Provisionen oder andere Leistungen an die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH gezahlt
und wenn ja, in welcher Weise;

4. was hat diese Werbeaktion gekostet und wer hat diese finanziert;

5. welche Kosten entstehen der Stadtsiedlung Heilbronn GmbH durch die Einrichtung dieses Anschlußes a) einmalig, b) jährlich;

6. werden diese Kosten ggf. auf Mieter umgelegt, die das Angebot nicht nutzen;
7. gibt es vergleichbare Aktionen der letzten Jahre und welche?


Im Rahmen einer nachhaltigen und sparsamen Haushaltsführung und einer umweltfreundlichen Reduzierung des Papierverbrauchs bitten wir um Stellungnahme und Rückantwort per zeit- und kostensparenden einfachem eMail. 

Mit freundlichen Grüßen

 

Bürgerbewegung

PRO Heilbronn

 

Alfred Dagenbach
Stadtrat

Antworten der Verwaltung

Eingang am 21.9.2018

Eingang nach 45  Tagen

Antwort mußte gescannt werden, weil nicht zeit- und kostenbelastend nicht mit per erbetenen einfachemeMail geantwortet wurde. Es kann daher auch fehlerbehaftet sein   könnte besser sein

<*>  die Stadtsiedlung Heilbronn hat in den vergangenen Jahren die technische Einrichtung ihrer Gebäude für den TV-Empfang, Telefon und Internet modernisiert. Ausgeführt wurden diese Arbeiten von unserem Vertragspartner Unitymedia auf Basis eines Rahmenvertrages. Ziel dieser Maßnahmen war die Bereitstellung möglichst breiter und dabei preisgünstiger Angebote für die Mieterschaft.
Gleichzeitig sollte erreicht werden, dass an den Häusern der Stadtsiedlung keine Satellitenschüsseln mehr angebracht werden müssen, um vor allem umfangreiche ausländische Programme empfangen zu können.

Die Stadtsiedlung selbst rechnet mit ihren Mietern aber lediglich die Kabelgebühr für den Fernseh- und Rundfunkempfang ab. Dieser beträgt aktuell einheitlich 4,64 € monatlich je Haushalt und ist
damit sehr preisgünstig. Darüber hinaus kann der Mieter alle zusätzlichen Leistungen, die er haben
möchte, beim Anbieter hinzu buchen. Dies geschieht ohne jedwede Beteiligung der Stadtsiedlung.

Dass vermehrt Werber im Stadtgebiet unterwegs sind, welche die unterschiedlichsten Leistungen
verkaufen wollen, ist uns bekannt. Dieses Phänomen betrifft aber nicht nur Häuser der Stadtsiedlung.
Wir haben unsere Mieter in einem Anschreiben und auch in unserer Kundenzeitschrift darauf
hingewiesen, dass sie diese Werber nicht einlassen müssen. Diese sind von Unitymedia nicht
autorisiert. Vertreter von Unitymedia können sich als solche ausweisen. Auch von der Stadtsiedlung
beauftragte Firmen können sich immer ausweisen. Im Zweifel kann der Mieter auch bei der
Stadtsiedlung anrufen, um sich zu vergewissern.


Zu 1.
Es besteht ein Rahmenvertrag mit der Fa. Unitymedia über die Versorgung unseres gesamten
Wohnungsbestands mit Kabelsignal. Die Fa. Unitymedia bekam den Zuschlag nach erfolgter
Ausschreibung.

Zu 2.
Nein.

Zu 3.
Nein.

Zu4.
Es entstanden keine zusätzlichen Kosten.

Zu 5.
Die einmaligen Kosten für die Modernisierung der Netzebene 4 hat die Stadtsiedlung getragen. Diese dient der zeitgemäßen Medienversorgung unserer Bestände, welche für eine Vermietung
unverzichtbar ist. Ein Anteil wurde seinerzeit (2009-2011) im gesetzlich vorgegebenen Rahmen als
Modernisierungsmieterhöhung auf die Mieter umgelegt. Die Mieterhöhung belief sich auf 1,31 €
monatlich. Die laufenden Kabelgebühren von 4,64 € monatlich trägt im Rahmen der Betriebskosten
ebenfalls der Mieter. Insgesamt kostet die Kabelversorgung den Mieter nach der Modernisierung also
5,95 € monatlich. Nahezu alle Mieter hatten vor der Neuausschreibung der Kabelversorgung und
Modernisierung der Netzebene 4 einen höheren Betrag zu leisten. Diese Leistung wurde für fast alle
Mieter somit günstiger. Und sie wurde im Gegenzug umfassende~. So sind jetzt verschiedene
Programmpakete in Fremdsprachen für unsere Mieter kostenlos Im Angebot enthalten.

Zu 6.
Nein. Individuell zubuchbare Leistungen (z.B. spezielle TV-Sender, kostenpflichtige HO-Programme,
Pay-TV oder Internet) bestellt der Mieter und bezahlt diese direkt an den Anbieter.

Zu 7.
Nein.

Mit freundlichen Grüßen

Wilfried Hajek
Bürgermeister


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