Bürger helfen Bürgern

- Initiativen von den PRO-Stadt- und Bezirksbeiräten

Alfred Dagenbach, Ursula Dagenbach-Auchter und Heinz Schulz

abgesandt  am 6.3.2018

   Ihr Anliegen mitteilen

An die Stadtverwaltung Heilbronn

 

* 18.013 Krähen-Invasion

Sehr geehrte Damen und Herren,


Bürger beklagen sich über die zunehmenden Belästigungen durch die Krähen-Invasion der Stadt.

Besonders wird dabei darauf hingewiesen, daß dies im Rahmen der Bundesgartenschau schon im Bereich des Hauptbahnhofs - aber auch in anderen Bereichen der Stadt, wie z.B. an der Badstraße - keine gute Visitenkarte der veranstaltenden Stadt Heilbronn abgeben würde.
Letzten Endes würden die Krähen auch den Bestand an Singvögeln bedrohen.
Vorgeschlagen würde durch entsprechende Maßnahmen eine Schadensminderung mit Hilfe der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk.

 

Wir fragen dazu:

a) Welche Stellungnahme gibt die Stadtverwaltung zu diesem in der Tat immer mehr um sich greifenden Problem grundsätzlich ab;

b) was sie unternimmt, um eine Ausbreitung in den Bereich der BuGa zu unterbinden;
c)
welche Maßnahmen sie zur Eindämmung bzw. Reduzierung des Krähen-Bestandes in der Stadt ergreift?


Im Rahmen einer nachhaltigen und sparsamen Haushaltsführung und einer umweltfreundlichen Reduzierung des Papierverbrauchs bitten wir um Stellungnahme und Rückantwort per zeit- und kostensparenden einfachem eMail. 

Mit freundlichen Grüßen

 

Bürgerbewegung

PRO Heilbronn

 

Alfred Dagenbach
Stadtrat

Antworten der Verwaltung

Eingang am 31.3.2018

Eingang nach 25  Tagen

Antwort mußte gescannt werden, weil nicht zeit- und kostenbelastend nicht mit per erbetenen einfachemeMail geantwortet wurde. Es kann daher auch fehlerbehaftet sein   könnte besser sein

<*>  zu Ihrer Anfrage ergeht folgende Stellungnahme:

Die Saatkrähen beginnen ihren Nestbau ab Ende Februar, brüten in der Regel bis Ende April und nach einem weiteren Monat verlassen die Jungvögel zumeist die Nester. Die Problematik der
Verschmutzung und des Lärms ist daher vor allem in den Monaten März, April und Mai gegeben. Das ist der Stadtverwaltung aus den Erfahrungen der Vergangenheit im Stadtkreis Heilbronn bekannt.

Wild brütende Vögel, so auch Saatkrähen, sind europarechtlich nach den Vogelschutzrichtlinien
sowie dem Bundesnaturschutzgesetz (§39) besonders geschützt. Eine Vergrämung der Krähen vor
Beginn des Nestbaus und der Brutzeit wie z.B. Entfernung der Nester, ausgesägte Zweige von
Nistbäumen, Einsatz von Falken und den Einsatz von Knallgeräten etc. hat bisher bei anderen
Kommunen zu keinem nachhaltigen Erfolg geführt Es waren eher negative Folgen zu beobachten,
da sich die Vögel durch die Störung oft in mehrere Kolonien in der näheren Umgebung aufteilen und
auch das Brutgeschäft durch solche Störmaßnahmen dadurch verlängert wird.

Selbst eine Bejagung der Tiere würde nicht den gewünschten Erfolg bringen, da die Saatkrähen
diesen Verlust durch einen höheren Bruterfolg innerhalb kürzester Zeit ausgleichen würden. Zudem
ist eine Bejagung nach derzeit geltender Rechtslage auch nicht zulässig.

Der Bestand von Singvögeln ist durch die Saatkrähe nicht bedroht, da die Saatkrähe, im Gegensatz
zu der leicht zu verwechselnden Rabenkrähe, keine Nester ausraubt und Singvögel frisst.

Die Stadt Heilbronn ist sich der lästigen Auswirkung der Saatkrähen auf die betroffene
Nachbarschaft in den Wohngebieten bewusst. Die Stadtverwaltung hat mit anderen von der
Saatkrähen-Problematik besonders betroffenen Kommunen Kontakt aufgenommen um
Informationen und Erfahrungen über mögliche Lösungswege zu erfahren. Bisher hat es noch keine
Kommune in Deutschland, Österreich, Lichtenstein und Schweiz geschafft, Saatkrähen vom
Stadtraum fernzuhalten oder zu vertreiben - im Gegenteil sehr oft wurde die Situation durch
unkoordiniertes Eingreifen verschlimmert.

Die Stadtverwaltung wird durch Öffentlichkeitsarbeit um Verständnis für die Beeinträchtigungen
durch Schmutz und Lärm während der Nestbau- und Brutzeitphase der Saatkrähen im Zeitraum
März bis Mai werben. Im Übrigen kann auch der städtische Wildtierbeauftragter unter der
Telefonnummer 07131-56-4795 kontaktiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Werner
Amtsleiter

Ordnungsamt


Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)