Bürger helfen Bürgern

- Initiativen der PRO-Stadträte

Alfred Dagenbach und Michael Seher

abgefragt  am  
28.1.2024

Ihr Anliegen mitteilen

An den Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn

 

 

* 24.015 Einführung der Bezahlkarte

Sehr geehrter  Herr Oberbürgermeister, 

Berichten zufolge wurden erstmals in Baden-Württemberg im Ortenaukreis Bezahlkarten für Flüchtlinge ausgegeben.
Damit könnten diese im Einzelhandel bezahlen und an Automaten Geld abheben, Geldtransfers seien damit aber nicht möglich.
Ähnliche Karten gebe es bereits in Hannover und Leipzig sowie in den Landkreisen Eichsfeld und Greiz in Thüringen.
Neben Berlin will auch die bayerische Landesregierung in Kürze eine Guthabenkarte für Asylbewerber als geeignetes Mittel einführen, um Zugangsanreize und die illegale Migration nach Deutschland zu senken. 
Dabei wurden in den Thüringer Landkreisen schon Wirkungen beobachtet, daß die Attraktivität deutlich nachgelassen habe und die ersten "Begünstigten" wieder ausgereist seien, weil die Bezahlkarten die Möglichkeit nehmen, Geld aus staatlicher Unterstützung in Deutschland an Angehörige und Freunde im Herkunftsland zu überweisen.

Wir halten die Einführung auch in Heilbronn zur Entlastung der Steuerzahler für sinnvoll und fordern die Stadtverwaltung dazu auf, in diesem Sinne zu handeln.

Dazu wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:

1. Welche Stellungnahme gibt die Stadtverwaltung dazu ab;

2. wird die Stadtverwaltung dem Vorbild anderer Kommunen folgen , wenn JA: wie, wann und in welcher Weise; wenn NEIN: weshalb nicht und wie wird die weitere Belastung des städtischen Haushalts mit der bisherigen Praxis begründet;

3. sind andere Alternativen beabsichtigt und welche?

Im Rahmen einer nachhaltigen und sparsamen Haushaltsführung und einer umweltfreundlichen Reduzierung des Papierverbrauchs bitten wir um Rückantwort per zeit- und kostensparenden einfachem eMail. *

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen 

 

Alfred Dagenbach              Michael Seher

Antworten der Verwaltung

Eingang am
1.3.2024

Eingang nach  30 Tagen

Antwort mußte gescannt werden, weil nicht zeit- und kostenbelastend nicht mit per erbetenen einfachemeMail geantwortet wurde. Es kann daher auch fehlerbehaftet sein     bürgernah: Danke!

<*>  zu Ihrer Anfrage vom 28.02.2024 teile ich Ihnen folgendes mit:

1. Welche Stellungnahme gibt die Stadtverwaltung dazu ab;

Derzeit wird von einer Arbeitsgruppe die Ausschreibung einer Rahmenvereinbarung über eine bundesweite Bezahlkarte vorbereitet. In dieser Arbeitsgruppe sind Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Hamburg vertreten. An der Ausschreibung beteiligen sich alle Bundesländer außer Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Die teilnehmenden Bundesländer können dann diese Dienstleistung aus dem Vertrag abrufen.

2. wird die Stadtverwaltung dem Vorbild anderer Kommunen folgen, wenn JA: wie, wann und in welcher Weise; wenn NEIN: weshalb nicht und wie wird die weitere Belastung des städtischen Haushalts mit der bisherigen Praxis begründet;

Die bereits vorhandenen Bezahlkarten in anderen Kommunen wurden mit dem Ziel
eingeführt, den Verwaltungsaufwand bei der Durchführung von Barauszahlungen für
Personen zu vereinfachen, die über kein Konto verfügen. Diese Lösung ist unabhängig vom Prozess der Bezahlkarten und dient lediglich der Überbrückung, bis ein Konto / eine Bezahlkarte genutzt werden kann.  Die Stadtverwaltung bereitet derzeit die Installation eines Kassenautomaten vor, um damit die Auszahlung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die bislang bei neu ankommenden geflüchteten Menschen bar gewährt werden mussten, zu vereinfachen.
Darüber hinaus erfolgt die Einführung einer Bezahlkarte zeitnah, sobald die erforderlichen Vorarbeiten abgeschlossen sind.

3. sind andere Alternativen beabsichtigt und welche?

Hinsichtlich der bundesweiten Einführung einer Bezahlkarten rechnet die Stadt damit, dass bundesrechtlich keine Detailfragen, insbesondere zur Anwendungspflicht für Kommunen, zur Definition des Personenkreises oder dem Maximalbetrag einer Barauszahlung, geregelt werden. Hier könnten die Bundesländer ergänzende Regelungen treffen. Bislang liegen derartige Ausführungsbestimmungen allerdings noch nicht einmal im Entwurfvor.
Die Verwaltung wird die Bezahlkarte in Heilbronn einführen, präferiert dabei allerdings ein abgestimmtes und einheitliches kommunales Vorgehen und plant somit zumindest aktuell keine alternativen Lösungen.

Mit freundlichen Grüßen

Achim Bocher
Amt für Familie, Jugend
und Senioren



LeserFORUM:  Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)  Mehr