Bürger helfen Bürgern

- Initiativen der Stadträte der AfD-Fraktion
Dr. Raphael Benner, Franziska Gminder MdB,
Dirk Schwientek, Michael Seher
und Alfred Dagenbach

abgesandt  am 
3.5.2020

Ihr Anliegen mitteilen

An den Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn

 

* 20.043 Situation der Suchtkranken in Heilbronn im Zuge der Corona-Krise

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,


- Wie sieht die Situation der Suchtkranken in Heilbronn derzeit aus?

- Was tut die Stadt Heilbronn, dass deren Betreuung problemlos funktioniert und sie substituiert werden?
- In welcher Weise wirkt das Gesundheitsamt hier mit?

 

Unterzeichner: Dr. Benner

 

Antworten der Verwaltung

Eingang am 16.5.2020

Eingang nach 13  Tagen

Antwort mußte gescannt werden, weil nicht zeit- und kostenbelastend nicht mit per erbetenen einfachemeMail geantwortet wurde. Es kann daher auch fehlerbehaftet sein     bürgernah: Danke!

<*> die Verwaltung steht im engen Kontakt mit den örtlichen Trägern, welche die Aufgaben der Suchthilfe und Suchtprävention im Auftrag der Stadt Heilbrenn wahrnehmen. Aufgrund der sich ständig verändernden Lage erfolgte eine zeitnahe Abstimmung zwischen der Verwaltung und den Trägern, um die Versorgung der Suchtgefährdeten und Suchtkranken im Verlauf der Corona-Krise sicherzustellen.

Ab dem 16. März wurden die persönlichen Gespräche in den drei Suchtberatungsstellen stark
reduziert. Dies betraf vor allem die Offenen Sprechstunden sowie die Gruppenangebote. Um dieses
Vakuum zu kompensieren wurden die Zeiten der Erreichbarkeit ausgeweitet um Beratungen
telefonisch oder per Videokonferenz durchführen zu können. Für Klienten in besonders kritischen
Situationen wurden persönliche Gespräche unter Einhaltung der jeweils gültigen
Infektionsschutzmaßnahmen weiterhin angeboten. Die Diakonie richtete zusätzlich ein
Suchtsorgentelefon ein, um auch Bürger zu erreichen, die bisher noch keinen Kontakt zum
Suchthilfesystem hatten.

Die Gemeinschaftspraxis in der Salzstraße arbeitet seit Beginn der Corona-Krise in Schichten, um bei einer Infektion des Personals die medizinische Betreuung der Substituierten aufrecht zu erhalten.
Auch der Praxisbetrieb wurde den jeweils gültigen Bestimmungen angepasst (Regulierung des
Besucherflusses, Bereitstellen von Desinfektionsmitteln usw.). Die persönliche Sprechstunde der
Beratungsstelle vor Ort wurde ebenfalls durch die telefonische Beratung ersetzt. Die
Suchtberatungsstelle und die Gemeinschaftspraxis stehen in einem engen Austausch.

Der Kontaktladen hat den Betrieb seit 16. März auf die Notversorgung heruntergefahren. Dies
bedeutet, dass der Kontaktladen zwar für Besucher geschlossen ist, die Mitarbeiter aber weiterhin für Krisen und Notfälle vor Ort sind. Auch der Spritzentausch ist weiterhin möglich. Da auch das
Mittagessen für die Besucher nicht stattfinden konnte, werden seit dem 26. März im Kontaktladen
sowie durch die Streetworker Essenspakete verteilt. Die Stadt hat dafür gesorgt, dass insbesondere die Mitarbeiter des Streetworks und des Kontaktladens mit ausreichend Schutzausrüstung in Form von Handschuhen, Mund- und Nasenschutz sowie Desinfektionsmitteln ausgerüstet sind.

Seit dem 04. Mai werden die persönlichen Gespräche unter strengen Einhaltung der
Hygienemaßnahmen, Abstandsregelungen und durch die Steuerung des Besucherflusses wieder
schrittweise erweitert. Auch hier wird die Stadt Heilbronn in enger Abstimmung mit den Trägern die
Situation beobachten und die weitere Vorgehensweisegemeinsam abstimmen.

Im April 2005 wurden die Aufgabenfelder der Kommunalen Suchtkrankenhilfe vom städtischen
Gesundheitsamt auf das Amt für Familie, Jugend und Senioren übertragen. Die Abwicklung der damit verbundenen Aufgaben, Zuschussangelegenheiten und Planungen erfolgen in Person der
Kommunalen Suchtbeauftragten der Stadt Heilbronn.

Freundliche Grüße

Achim Bocher

Amt für Familie, Jugend und Senioren


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