Bürger helfen Bürgern

- Initiativen von PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach

und der Bürgerbewegung PRO HÉILBRONN e.V.

abgesandt  am 
26.7.2019

   Ihr Anliegen mitteilen

An die Stadtverwaltung Heilbronn

 

* 19.061 SLK: Bettenkapazität


Sehr geehrte Damen und Herren,


uns erreichen Nachrichten, nach denen frisch eingelieferte Unfallpatienten unter Schmerzen in den SLK-Kliniken nicht mehr aufgenommen werden konnten, weil keine Betten mehr frei gewesen sind. Stattdessen werden diese nach Hause geschickt. Die Inanspruchnahme eines kostenfreien Krankenwagens wird verweigert, aber gleichzeitig empfohlen, bei wieder stärker auftretenden Schmerzen einen solchen zur erneuten Einlieferung anzufordern.


Wir fragen dazu:

1. Welche Stellungnahme gibt die Stadtverwaltung dazu ab;

2. wer ist für solche Planungsfehler verantwortlich;

2.1. ist die Geschäftsleitung überfordert;

2.2. ist der überwiegend nicht fachkundige Aufsichtsrat überfordert und nickt die Vorstellung der Geschäftsleitung nur ab;

3. wie waren die Bettenkapazitäten des Konzerns SLK vor und nach Schließung der kleinern Kliniken im Landkreis;

4. wie werden die Räume im Altbau am Gesundbrunnen genutzt/nicht genutzt;

5. was geschieht im Katstrophenfall von möglicherweise in 3stelliger Zahl eingelieferten Opfern, wenn schon im Normalbetrieb keine Betten mehr frei sind;

6. welcher übergeordneten Aufsicht unterliegen die SLK-Kliniken;

7. in welcher Weise kann für Abhilfe gesorgt werden?

 


Im Rahmen einer nachhaltigen und sparsamen Haushaltsführung und einer umweltfreundlichen Reduzierung des Papierverbrauchs bitten wir um Abhilfe, Stellungnahme und Rückantwort per zeit- und kostensparenden einfachem eMail. 


 

Mit freundlichen Grüßen

 

Bürgerbewegung

PRO Heilbronn

 

Alfred Dagenbach
Stadtrat

Antworten der Verwaltung

Eingang am 31.8.2019

Eingang nach 33  Tagen

Antwort mußte gescannt werden, weil nicht zeit- und kostenbelastend nicht mit per erbetenen einfachemeMail geantwortet wurde. Es kann daher auch fehlerbehaftet sein   könnte besser sein

<*> Sie haben folgende Anfrage gestellt:

"Uns erreichen Nachrichten, nach denen frisch eingelieferte Unfallpatienten unter Schmerzen in den
SLK-Kliniken nicht mehr aufgenommen werden konnten, weil keine Betten mehr frei gewesen sind.
Stattdessen werden diese nach Hause geschickt: Die Inanspruchnahme eines kostenfreien
Krankenwagens wird verweigert, aber gleichzeitig empfohlen, bei wieder stärker auftretenden
Schmerzen einen solchen zur erneuten Einlieferung anzufordern.

Wir fragen dazu:

1. Welche Stellungnahme gibt die Stadtverwaltung dazu ab;

2. Wer ist für solche Planungsfehler verantwortlich?
2.1 ist die Geschäftsleitung überfordert;
2.2 ist der überwiegend nicht fachkundige Aufsichtsrat überfordert und nickt die Vorstellung der
Geschäftsleitung nur ab;
3. wie waren die Bettenkapazitäten des Konzerns SLK vor und nach der Schließung der kleineren
Kliniken im Landkreis;
4. wie werden die Räume im Altbau am Gesundbrunnen genutzt/nicht genutzt;
5. was geschieht im Katastrophenfall von möglicherweise 3-stelliger Opferzahl eingelieferten
Opfern, wenn schon im Normalbetrieb keine Betten mehr frei sind;
6. welcher übergeordneten Aufsicht unterliegen die SLK-Kliniken;
7. In welcher Weise kann für Abhilfe gesorgt werden?

Die Stadtverwaltung hat Ihre Fragen an die SLK-Kliniken mit der Bitte um Stellungnahme
weitergeleitet. Die SLK-Kliniken und Verwaltung nehmen wie folgt Stellung:

zu 1. und 2. und 7.:

Grundsätzlich gilt: Kein Patient, der einer Krankenhausbehandlung bedarf, wird bei den SLK-Kliniken aus Kapazitätsgründen abgewiesen. Sofern bei Patienten keine Notwendigkeit zur Krankenhausbehandlung besteht, dürfen diese weder stationär aufgenommen werden, noch darf das Krankenhaus weitergehende Kosten für die Krankenkassen (zum Beispiel inForm von Krankentransporten) verursachen.

Zu den Ihnen zugetragenen Einzelfällen können wir ohne weitere Informationen (Datum, betroffener
Patient) darüber hinaus keine Stellung beziehen. Sofern Sie identifizierbare Einzelfälle benennen
können, werden wir prüfen, ob wir in den Grenzen der ärztlichen Schweigepflicht und der geltenden
Datenschutzbestimmungen weitere Aussagen tätigen können.

Zu 2.1 und 2.2:

Nein.

Zu 3.

Für den SLK-Verbund (SLK-Kliniken inkl, Klinik Löwenstein) waren vor der Umstrukturierung an den
Standorten BRA und MOE im Jahr 2015 1.640 Krankenhausbetten im Landeskrankenhausplan
ausgewiesen. 2018 waren es 1.614 Planbetten. Damit wurde die Bettenkapazität um etwa 1,6%
reduziert. Im gleichen Zeitraum hat sich die Anzahl der Belegungstage in diesen Häusern um rund 5,9% verringert. Dies resultiert bei einer gestiegenen Anzahl der Patientenbehandlungen aus einer
Verkürzung der Verweildauer, die in den letzten Jahren bei Krankenhäusern allgemein zu beobachten war.

Zu 4.

Die Stationsbereiche im Altbau des Klinikums am Gesundbrunnen wurden teilweise saniert, um sie bis zum Bezug des zweiten Bauabschnitts weiternutzen zu können. Lediglich die-Stationen im ältesten Gebäudeteil G wurden nach Bezug des ersten Bauabschnitts vollständig stillgelegt, da eine Sanierung für die Übergangszeit hier zu aufwändig gewesen wäre.

Zu 5.:

Für Katastrophenfälle gibt es spezielle Notfallplanungen (Massenanfall von Verletzten, MANV), die mit anderen Leistungserbringern wie Rettungsdiensten, Feuerwehren, anderen Krankenhäusern und den entsprechenden Ämtern von Stadt und Landkreis Heilbronn abgestimmt sind. Innerhalb des
Krankenhauses würden in einem solchen Fall schnell Bettenkapazitäten bereit gestellt. Dazu würden Krankenhauspatienten entlassen, bei denen dies medizinisch vertretbar ist. Zudem sind die SLK-Kliniken Teil eines Traumanetzwerkes, innerhalb dessen sich die beteiligten Krankenhäuser im MANV-Fall gegenseitig bei Bedarf unterstützen.

Zu 6.:

Für Krankenhäuser gibt es je nach Themengebiet unterschiedliche Aufsichtsbehörden wie zum
Beispiel das Sozialministerium, das Regierungspräsidium und Kommunale Gesundheitsämter.

Mit freundlichen Grüßen


Bernd Berggötz
Stabsstelle
Stadtentwicklung und
Zukunftsfragen


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