Dr. Karl Theodor zu Guttenberg

Entlarvter Überflieger?

Wie gut ist der "Doktorvater"?

 

* "Ich will auch unbequemen Fragen nicht aus dem Weg gehen..."
...heißt es im Vorspann der zu Guttenberg*schen Homepage*

Dr. Karl Theodor zu Guttenberg / Bild: CDUGuttenberg  >

 

Nur ein Spruch unter vielen?
Daß Karl Theodor zu Guttenberg durch seine bisherige Beliebtheit von Feind und manchem Freund mit größtem Argwohn beobachtet wird, war schon länger klar.
Wie er aber nun selbst klaren Blickes in das offene Messer seiner Gegner rennt, statt diplomatisch geschickt auszuweichen, zeigt, daß hinter der vermeintlichen Gradlinigkeit ein Dickkopf steckt:
Er will nun mit dem Kopf durch die Wand.
Ob das gelingt und er nicht am Schluß nur gegen die Wand gerannt sein wird - sprich zurücktreten muß, wird sich noch zeigen.
Möglicherweise "lupft" ihn die Kanzlerin. die ihn ja auch schon mit Argusaugen als möglichen Konkurrenten beäugt, noch über die Bürgerschaftswahl in Hamburg, um ihn dann schnell vor den nächsten Wahen in Sachsen-Anhalt (20.3.) und Baden-Württemberg (27.3.) mit dem Ziel, den Schaden für die CDU zu minimieren, aus dem Verkehr zu ziehen.
Es wird nun interessant sein, inwieweit die Plagiatsvorwürfe gegen Verteidigungsminister Guttenberg (CDU) und sein selbst in CDU-Kreisen kritisiertes Verhalten dazu weitere negative Auswirkungen auf das Wahlergebnis der CDU bei der Wahl in Hamburg haben wird.
Guttenberg äußerte sich selbst dazu auf einem parallel zur Bundespressekonferenz abgehaltenen Pressetermin für ausgesuchte Journalisten.
Damit ging er den zu erwartenden Fragen der akkreditierten Journalisten aus dem Weg, was zu einem Abbruch der Bundespressekonferenz führte und natürlich als arrogantes Verhalten gewertet wird.
Guttenberg, bisher in der Gunst der Bürger als geradliniger Politiker geschätzt, dürfte damit dort ein erhebliches Vertrauenspotential verloren haben.
Dazu dürfte auch seine Stellungnahme beitragen, die statt einer Entschuldigung zu einer rechtfertigendem Bestreiten geworden ist, wiewohl die Ursachen allen Übels in der Doktorarbeit klar ersichtlich sind.
Trotzig erklärte er:
 
"Für diese Stellungnahme bedurfte es keiner Aufforderung – sie gab es auch nicht.
Meine von mir verfaßte Dissertation ist kein Plagiat. Den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir.
Sie ist über etwa 7 Jahre neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden und sie enthält fraglos Fehler. Und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten.
Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewußt getäuscht oder bewußt die Urheberschaft anderer nicht kenntlich gemacht. Sollte sich jemand durch inkorrektes Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten bei insgesamt 1.300 Fußnoten und 475 Seiten hierdurch verletzt fühlen, so tut mir dies aufrichtig leid.
Die eingehende Prüfung und Gewichtung dieser Fehler obliegt jetzt der Universität Bayreuth. Ich werde selbstverständlich aktiv mithelfen festzustellen, inwiefern darin ein wissenschaftliches Fehlverhalten liegen könnte und werde gerne bis zum Ergebnis der Prüfung vorübergehend auf das Führen des Titels verzichten – allerdings nur bis dahin, anschließend würde ich ihn wieder führen. Ich werde bei mir keine anderen Maßstäbe setzen, als ich sie bei anderen angesetzt habe.
Jede weitere Kommunikation über dieses Thema werde ich auschließlich mit der Universität Bayreuth führen.
Die Menschen erwarten, daß ich mich um mein Amt als Verteidungsministers mit voller Kraft kümmere. Eine historische Reform der Bundeswehr gibt hierfür genügend Anlass. Ebenso die Verantwortung für die Soldaten im Einsatzgebiet wie ein Ereignis des heutigen Tages erneut vor Augen führt."

[Fehler im Original]
 

Schade um die verpaßte Gelegenheit, deutlich die Fehler bei der "Befußnotung" der Doktorarbeit einzuräumen.
Stattdessen verweist er formaljuristisch richtig darauf, daß diese kein Plagiat sei.
Das wäre sie, wenn sie vollständig abgeschrieben wäre, hier liegt aber der Fehler darin, erlaubte Zitate nicht als solche gekennzeichnet zu haben.
Somit wird der Eindruck vermittelt, als seien auch die zitierten Passagen von ihm selbst erarbeitet worden.
Diese Fehler bereuend einzugestehen und nicht nur in arroganter Weise verbal herunterzuspielen, hätte ihm keinen Zacken aus der Monarchenkrone gerissen, sondern möglicherweise als einen seine Fehler ehrlich engestehender Politiker noch weiter voran gebracht.
Unterdessen gibt es mehr als 100 Passagen, die wenig oder gänzlich unverändert in seiner Doktorarbeit als Zitat entlarvt wurden.
In mindestens einem Fall wurde sogar unbesehen ein Fehler übernommen und inzwischen stellt sich sogar hewraus, daß auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags dafür moßbraucht worden sein soll.
Eine andere, bisher nie gestellte Frage ist es aber:
Warum hat dies alles sein "Doktorvater" nicht bemerkt?
Kennt dieser etwa die einschlägige Literatur dazu garnicht und wie qualifiziert ist dieser dann?
Daß Guttenberg wegen seiner bisherigen Beliebtheit ins Visier seiner Gegner und deren medialen Freunde gelangt ist, wurde spätestens mit dem Afghanistan-Besuch seiner Frau nebst Begleitung eines Herrn Kerner offenbar.
Während der Ausflug des nach seinem undemokratischen Verhalten gegenüber Eva Hermann rasch nicht wieder bei der ARD auftretenden Kerner weniger Beachtung fand, kam das Auftreten seiner Frau - sehr zum linken Leidwesen -  in der Gunst der Bürger recht gut an.
Nun scheint es so, daß er diese Gunst mehr als leichtfertig verspielt, denn  die Politiker-Krankheit "Ehrenkäs und Dünkel" stehen offenbar auch bei ihm in der Rangfolge noch darüber...

* Stand 28.02.2011, inzwischen geändert


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