PRO-StR Heiko Auchter zum Bebauungsplan Sonnenbrunnen:
Pferd am Schwanz aufgezäumt
Stellungnahme im Gemeinderat

6.2..2013 -  [Anrede] "Wie wir bereits mehrfach und zuletzt bei unserer Stellungnahme zum Haushalt vorgetragen haben, wehren wir uns dagegen, am Sonnenbrunnen vor Fertigstellung der Verkehrslösung Sonnenbrunnen ein Dienstleistungs-Zentrum zu errichten.

Dadurch werden die dort bereits bestehenden massiven Verkehrsprobleme noch mehr verschärft.

Ohnehin befürworten fast alle Böckinger Bürger, die wir befragt haben, stattdessen an dieser Stelle statt dem Kommerz zu huldigen eine Grünanlage zu errichten und damit endlich den Blick für ganz Böckingen frei zu machen statt den nächsten Riegel zwischen Neu- und Altböckingen zu schieben..
Aber das interessiert offenbar wenig, weshalb man sich darüber nicht zu wundern braucht, wenn immer mehr Bürger sagen, daß die „da oben doch machen, was sie wollen“.

Protestversammlung

"Bürger befürchten Verkehrschaos“ titelte die Heilbronner Stimme am 22.2.13 zum Thema „Dienstleistungszentrum am Sonnenbrunnen“ zu recht, das der Gemeinderat in seiner Sitzung am 6.2. 2013 gegen unsere Stimmen beschlossen hat.
Wer die Situation vor Ort kennt, kann über diese Entscheidung nur den Kopf schütteln:
Wir haben es hier mit einer 2-spurigen Bundesstraße zu tun, die belastungsmäßig an dieser Stelle mit allen anderen 4-spurigen Straßen in Heilbronn "mithalten" kann.
Wir laden daher zu unserer

Protestversammlung am Donnerstag, 28. Februar 2013, 19 Uhr
in die Gaststätte Sonnenbrunnen ein.
Drucksache und Planung können Sie aber auch schon jetzt ►
hier im Internet ansehen.

Programmiertes Verkehrschaos >

Wir wehren uns insbesondere deshalb dagegen, weil die Mindestvoraussetzung für dieses Projekt an dieser Stelle, nämlich die Verkehrslösung Sonnenbrunnen, noch völlig in den Sternen steht.
Dies gilt um so mehr, als weder die Finanzierung dieser zwar geplanten, aber noch keineswegs verbindlichen Verkehrslösung Sonnenbrunnen geklärt ist, noch dank der Versäumnisse der Verwaltung, wann denn die Entlastung der B 293 durch die dafür notwendige Verlängerung der Saarlandstraße kommt.
Wir wiederholen daher unseren Vorwurf, daß wieder einmal das Pferd am Schwanz aufgezäumt wird, wie es schon in den 70er-Jahren mit dem Berufsschulzentrum im Haselter geschehen ist.
Damals wurde im Blick auf die kommende Verkehrsentlastung durch eine Verkehrslösung am Sonnenbrunnen das Kreisberufsschulzentrum dem Haselter vorgebaut.
Die Verkehrslösung kam bis heute nicht, aber der Haselter steckt seit 40 Jahren in größten Verkehrsproblemen:
Die Zufahrt erfolgt durch die engen Sträßchen der Haselter-Siedlung, die obendrein im Umkreis der Schule permanent zugeparkt werden.
Jetzt will man den Sonnenbrunnen verbauen, dabei steht für die geplante Verkehrslösung weder eine Finanzierung noch der Baubeschluß im Raum.
Aber das interessiert bisher wenig, man beschloß trotzdem euphorisch wie immer ohne Rücksicht auf die Bürger die Überplanung mit einem Verbrauchermarkt, Ärztehaus und Wohnanlage.
Daß das zuvor stets als zur Begründung vorgeschobene dringend benötigte Ärztehaus wie von uns von Anfang an bezweifelt nun doch nicht mehr vorgesehen ist, bestätigt nur einmal mehr, wie oberflächlich hier der Opportunismus gepflegt wird.
Was als einziges bleibt, ist die räumliche Verbesserung des Bürgerhauses - aber zu welchem Preis?
Klappt nämlich die Finanzierung der Verkehrslösung nicht, dann haben wir am Sonnenbrunnen ein programmiertes Verkehrschaos, denn die von der Verwaltung vorgegaukelte Entlastung durch die Verlängerung der Saarlandstraße kommt dann dank ihrem Versagen bei der Planfeststellung und rechtzeitiger Beantragung der Zuschüsse nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht – und der Fall des Berufsschulzentrums wiederholt sich.
Durch die Zu-und Abfahrt über die Großgartacher Straße werden diesem neuralgischsten Punkt in ganz Heilbronn noch mehr Verkehrsprobleme aufgedrückt, als wir bereits haben.

Die Böckinger Bürger wollen aber endlich Ruhe an dieser Stelle und sehen keinerlei Bedarf für diese Bebauung, dagegen gibt es aber einen Bedarf an einer gestalteten Grünzone in der Mitte des gesamten Stadtteils.

Außerdem besteht ein Bedarf für eine bessere Nahversorgung mit Lebensmittel.

Und hierzu verweisen wir auf das GMA-Gutachten, das die Verwaltungsspitze wohl ignorieren will, mit dem Ergebnis: je ein Markt nördlich der Bahnlinie und bei der Feuerwehr.
Den ersteren gibt es bereits und der zweite wird mit allerlei Begründungen verhindert und dafür das Sonnenbrunnen-Projekt protegiert.

Hauptsache ist wohl, ein Millionengeschäft kann auf dem Rücken der Bürger gemacht werden und daraus ergibt sich, daß ein kommerzielles Unternehmen gar kein Interesse an einer Verkehrslösung haben kann, die künftig an seinem Geschäft vorbei führen wird.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Als ein Böckinger Altstadtrat mit seiner völlig richtigen Bewertung der sozialen Wohnumfeldentwicklung in Böckingen bei den Etablierten ordentlich ins Fettnäpfchen getreten war, verschwanden Leserbriefe dazu, die ihm in seiner Ansicht absolut recht gegeben haben, wie viele andere schnell in der Ablage „P“.
Schließlich soll nichts „hochgekocht“ werden, was den Interessen der Heilbronner Lobby aus Kommerz und Kirchturmpolitik zuwiderläuft.

So wird auch dieses Projekt zur weiteren Verschlechterung des sozialen Böckinger Umfeldes beitragen.
Damit wird gegen die Interessen der Bürger gehandelt, denn schon jetzt zeigt sich dank der Vernachlässigung dieses Wohnquartiers ein rasanter Niedergang ab, dem mit Bebauungsplanänderungen begegnet werden muß.
Dabei ist bekannt, daß dieses Projekt einen weiteren Kaufkraftabfluß von 15-20% für die kleinen, aber feinen Böckinger Einzelhändler bedeutet und ihnen das den Rest geben wird.
Sie können daher wohl kaum erwarten, daß wir einer solchen Verplanung auf dieser beengten zentralen Fläche auch noch unsere Zustimmung geben werden.

Statt dessen beantragen wir, daß, nachdem die Einbeziehung des Stadtteils Böckingen mangels fehlender Grundstücke in der neuerlichen Umplanung in die Bundesgartenschau massiv reduziert werden wird, daß sowohl die landschaftsgestalterische Planung der Verkehrslösung Sonnenbrunnen als auch die nun zur Bebauung vorgesehene Fläche in die Grünplanung der Bundesgartenschau einbezogen wird, um nicht zuletzt auch der Einbeziehung des Eisenbahnmuseums einen entsprechenden Rahmen zu geben.

Noch ist es für ein Umdenken nicht zu spät."

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1.Vorsitzender: StR Alfred Dagenbach - 2.Vorsitzende: AltStR Dr. Christian Haellmigk, StR Heiko Auchter
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