Zensus 2011:

"Migration" in Heilbronn

PRO Heilbronn fordert unverfälschte Darstellung

Zensus und Migration >

6.6.2013 - Daß nach dem Ergebnis der „kleinen Volkszählung“ die Stadt Heilbronn zum Stichtag 9.Mai 2011 laut Statistischem Landesamt nur noch 116 059 Einwohner und damit rund 7500 bzw. sechs Prozent weniger als in der bisherigen Darstellung, die die Verwaltungsspitze der Stadt immer großzügig zur Selbstbeweihräucherung ihrer "Leistung" bekannt gegeben hat, überrascht eigentlich kaum.
Zurückzuführen ist dies darauf, daß viele aus Heilbronn weggezogene Bürger einfach "vergessen" haben, sich abzumelden.
Das betrifft insbesondere einen nicht unerheblichen Anteil ausländischer "Mitbürger".
Insoweit dürfte die Überlegung von Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach auch witzlos sein, ob die Stadt Heilbronn gegen das Ergebnis Widerspruch einlegen soll, weil es an 2016 jährlich vom kommunalen Finanzausgleich bis zu 1300 Euro weniger pro fehlendem Einwohner geben wird - es wird an den Fakten nichts ändern.
"Bemerkenswert ist jedoch ein anderes, nämlich die falsche Darstellung des sogenannten 'Migrationshintergrundes' der Heilbronner Einwohnerschaft", so PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach.
Zunächst müsse einmal klargestellt werden, daß der Begriff 'Migration' nichts anderes bedeutet, als 'Wanderung', also sowohl Zuwanderung als auch Wegzug bedeutet.
Alfred Dagenbach: "Er sagt nichts aus über die ethnische Herkunft oder Staatsangehörigkeit. Demnach werden sowohl Einwohner mit deutschen als auch ausländischen Wurzeln als 'Migranten' gezählt!"
Wenn nun ein Bericht in der Heilbronner Stimme "Kaum eine Stadt ist bunter" (6.6.2013, S.33) durch unzureichende Aufschlüsselung der Staatsangehörigkeit der in Heilbronn lebenden "Migranten" impliziert, es handle sich vorwiegend um nichtdeutsche Einwohner, so geht das ganz offensichtlich auf Darstellung der dem Heilbronner Oberbürgermeister direkt unterstellten "Stabsstelle Strategie" zurück.
Falsche Rückschlüsse läßt zudem die Darstellung "sonstiger und keiner Angaben zur Religionszugehörigkeit" deshalb zu, weil sie keinerlei Differenzierung der nichtchristlichen Religionen enthält.
"Immerhin scheinen beim jetzigen Zensus nicht mehr wie zuvor deutsche Flüchtlinge und Vertriebene vor 1955 eingerechnet worden zu sein", so Dagenbachs Kollege und PRO-Stadtrat Heiko Auchter, "was für Heilbronn bedeutet, daß allein fast ein Drittel der Einwohner aus diesem Herkunftskreis kommt."
Voraussetzung für eine sachgerechte Bewertung ist dagegen, daß "als Personen mit Migrationshintergrund alle zugewanderten und nicht zugewanderten Ausländer/-innen sowie alle nach 1955 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugewanderten Deutschen und alle Deutschen mit zumindest einem nach 1955 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugewanderten Elternteil definiert werden", wie die offizielle Erklärung lautet.
Ausländer/-innen sind demnach jene Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.
Die Ratsgruppe PRO Heilbronn hat daher die Heilbronner Verwaltungsspitze zu einer ► Stellungnahme dazu aufgefordert und will detailliert aufgeschlüsselt wissen, wieviel Personen mit und ohne Migrationshintergrund als Deutsche und Nichtdeutsche, welchen Herkünften, Staatsangehörigkeiten und in welcher Zahl sie den jeweiligen nichtchristlichen Religionen angehören.
"Wir halten eine genauere und unverfälschte Darstellung deshalb für wichtig, weil es in Heilbronn eindeutige Defizite bei der Integration und stattdessen sichtbare Bemühungen gibt, Parallelgesellschaften zu tolerieren. Das Verschweigen der wirklichen und insbesondere deutschstämmigen Herkünfte ist dafür wenig hilfreich", so PRO-Stadtrat Alfred Dagenbach abschließend.


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