Ungereimtheiten in Sachen Corona

Fragen nach dem Auftreten der ersten Fälle im Unterland


[29.2.2010]
Die Zahl der Corona-Fälle in Baden-Württemberg ist bis Freitagabend auf 14 angestiegen.
Es handelt sich um einen 32-jährigen Mann, der sich bis zum 21. Februar 2020 in Mailand aufgehalten hat und am 23. Februar 2020 mit respiratorischer Symptomatik erkrankte.
Der Abstrich erfolgte am 27. Februar und wurde in einem niedergelassenen Labor positiv getestet, teilte das Sozialministerium in Stuttgart mit.

Bei einem Mann aus Benningen im Landkreis Ludwigsburg wurde das Coronavirus ebenfalls nachgewiesen. Er ist in einem Neckarsulmer Unternehmen beschäftigt, in dem sofort angemessen reagiert wurde.
Auch im Landkreis Göppingen, in Freiburg und Karlsruhe ist je ein Mensch infiziert.
Der Patient aus dem Landkreis Heilbronn wird in der Klinik in Löwenstein behandelt.
Auch er soll in einem weiteren Neckarsulmer Unternehmen beschäftigt sein, bei dem ebenfalls sofort entsprechende Maßnahmen eingeleitet wurden.

Nachdem an die Heilbronner AfD-Fraktion entsprechende Hinweise heran getragen wurden, stellte diese in einer Anfrage an den Oberbürgermeister fest, daß es in Sachen „Corona-Virus“ offensichtlich dazu verschiedene Unklarheiten gibt.

Stadtrat Alfred Dagenbach dazu wörtlich:
"In einem Fall wird berichtet, daß eine Mitarbeiterin an einem publikumsrelevanten Arbeitsplatz von ihrer Vorgesetzten die Aufforderung erhalten habe, sich bei ihrem Hausarzt 1. krank schreiben zu lassen und 2. auf das Virus testen zu lassen. Vom Hausarzt wurde ihr erklärt, der Test koste 250 Euro und, da sie nicht in einem Krisengebiet gewesen sei, müsse sie das selbst tragen. Die Dienststelle übernahm diese Kosten auch nicht und sie kehrte an ihren Arbeitsplatz zurück.
Im anderen Fall berichtet die Heilbronner Stimme heute (S..25: „Hausärzte fühlen sich schlecht informiert“) von Ungereimtheiten im Bereich der medizinischen Versorgung.

Bereits gestern berichtete die Heilbronner Stimme (S. 33: „Allerorten herrscht Unklarheit“) über die Odyssee eines 16jährigen, der von Hausarzt und Gesundheitsamt im Kreis herum geschickt wurde.
Offensichtlich herrschen im Bereich der SLK-Kliniken keine klaren Verhältnisse, wie in solchen Fällen damit umzugehen ist.

Auch erscheint die mangelnde Kostenübernahme eines Schnelltestes als ein Bereich im Umgang mit der von Experten zu erwartenden Pandemie, der einer Minimierung der Ausbreitung im Wege steht.
Es kann nicht sein, daß dem Willen, panische Reaktionen zu verhindern, mangelnde Vorbereitung auf allen Ebenen der medizinischen Prävention und die Verharmlosung entgegenstehen insbesondere durch zuständige Stellen der Verwaltung.
Immerhin ist die Brisanz der Erkrankungen bereits seit mehr als 2 Monaten bekannt".

 Die AfD-Fraktion will nun von der Stadtverwaltung wissen:


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